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Ich kann auch was! | Erkenn‘ deine Stärken

 

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Mal Hand auf’s Herz: Wie oft beschäftigst du dich mit deinen Schwächen und arbeitest dran? Gut, die Antwort wird jetzt sicher bei jedem anders ausfallen. Ich kenne allerdings sehr viele, sehr selbstkritische Menschen und da gehöre ich selbst auch dazu. Ich kann eigentlich täglich beobachten (bei mir und bei Freunden), wie eine neue Baustelle aufgemacht wird und bei jedem bisschen, was du machst, immer wieder irgendwas verbessert werden will. Das ist auf einer Seite sehr gut, weil du dann immer an dir arbeitest und immer ein bisschen besser wirst. Auf der anderen Seite kann das aber auch sau stressig sein. Du betrachtest nur noch die eigenen Fehler, denkst, du machst nichts gut genug und fühlst dich ständig unter Druck gesetzt.
Dagegen gibt’s aber auch was. Nix von dieser bekannten Apotheken-Marke aus der TV-Werbung, aber etwas, was wir alle in uns haben: Können und das Wissen darum. „Häh was?!“, kannst du jetzt fragen. Du hast schon richtig verstanden! Eben das, was du gut kannst. Das darfst du nicht vergessen. Was sind deine Talente? Was kannst du so richtig gut, was von deinen Freunden vielleicht niemand kann oder nur wenige deiner Freunde? Gibt es etwas, was dir sau viel Spaß macht, was dich total glücklich macht, wenn du es tust? Mach das! Oft. Immer, wenn du kannst. Ganz oft! Mit Leidenschaft.

 

Ein Beispiel meinerseits? Ich kenne einige Musiker, die wirklich, wirklich gut sind. Viele von denen können mehrere Instrumente spielen, manch einer von denen singt und spielt gleichzeitig Schlagzeug (du talentierter Drecksack, du weißt genau, dass ich dich meine! 😉 ) und ich? Pft, die sagen mir zwar immer, ich hab ne schöne Stimme, aber ich kann sie halt nicht richtig einsetzen. Und Instrumente spielen? Das kann ich schon mal gar nicht.

Immer, wenn dieser schlagzeugspielende Sänger – der übrigens so dreist ist und auch noch wunderbar Bass und Gitarre spielen kann – mit mir Singen übt, wird entweder ein Lachfest draus gemacht, oder ich bin hinterher ein kleinwenig frustriert, weil ich wieder nicht auf Anhieb die Töne gefunden hab. Ich mach das sau gern, aber ich merke halt, dass es nicht so gut klappt.

 

Und ich? Ich kann schöne Fotos machen, Haare schneiden und färben, malen und zeichnen und ich weiß noch ein paar Dinge, die manche anderen nicht wissen. Und dann halt noch die Sachen, die mir beigebracht wurden, also das, was ich mir nicht selbst angeeignet hab. Es gibt gaaaaanz viele Menschen, die das alles auch können und noch viel besser als ich, aber mir macht das unheimlich viel Spaß und ich finde, sobald du so etwas für dich gefunden hast, solltest du es einfach machen. Knie dich rein, üb ganz viel, finde alles darüber raus, was du wissen willst. So ist es jetzt bei mir auch mit dem Singen. Irgendwann klappt das dann. Zeichnen konnte ich schließlich auch noch nicht so gut wie jetzt, als ich damit angefangen hab, ich hab nur eben nie aufgegeben. Und ich übe immer noch weiter.

 

Was ist eigentlich wirklich wichtig? Klar man hat so seinen Job, den man irgendwo halt machen muss, damit man überlebt. Die einen machen einen Job, den sie hassen, die anderen einen den sie lieben. Hast du den Job, den du hasst: such dir Ausgleich in deinen Hobbies! Sei der Mensch, der du sein willst. Und wenn dein Job dich so krass derb ankotzt, dass du es echt nicht aushältst und total unglücklich bist: Ey, Mann, verpiss dich dort und mach was, was du liebst!

Hast du den Job, den du liebst, bist du wahrscheinlich ein Mensch, der auf die Meinung anderer scheißt („Peter, werd Buchhalter, da verdient man gut!“, „Kind, werd bloß kein Friseur, da schaffst du dich arm!“, „Künstler verdienen doch kein Geld! Werd lieber Wirtschaftsingenieur!“ – nichts gegen dich, falls du gern Buchhalter oder Wirtschaftsingenieur bist 😉 ) oder einfach sau viel Glück hatte und brauchst dir nicht sagen zu lassen, dass du auch super im Alltag das machen kannst, was du liebst, oder? Aber auch dann: Vergiss nicht, dass du das tun kannst, was du liebst. Überall gibt’s auch mal Tiefpunkte und an die kommst du sicher auch hin und wieder und dann heißt es: Dranbleiben und eben das, was nervt, ändern oder damit klarkommen und dich über das freuen, was gut klappt.

 

Fest steht: Viel zu viele Menschen haben geniale Ideen und sau geile Talente und viel zu viel Schiss, etwas draus zu machen. (Hab ich auch oft, muss ich gestehen.) Aber wenn ich eins gelernt hab, dann das man doch irgendwo alles schaffen kann, was man W I R K L I C H will.

 

Kannst du auch.

 

Kann ich auch.

 

Und niemals vergessen, dass jeder von uns Talente hat, die es zu nähren gibt.

 

Du auch, egal wer du bist!

 

Vielleicht ist es nicht das Talent, das deine Eltern gern in dir sehen würden (vielleicht hätten sie gern, dass du – wie Onkel Herbert – Arzt oder Anwalt wirst, das liegt dir aber einfach nicht), aber deine Eltern müssen auch nicht dein Leben leben, wenn du dann mal 30 bist. Die sind froh, wenn du allein klar kommst und wenn sie merken, dass das klappt, ist denen bestimmt auch recht, wenn du Künstler bist – Hauptsache glücklich und mit Essen auf dem Teller und Dach über’m Kopf. Es bringt keinem was, wenn du mit 40 (oder früher) mit Burnout und Strick um den Hals vorm Balken stehst. Deinen Eltern nicht und dir schon mal gar nicht. Und wenn du meinst, ich drücke mich zu krass aus, mein das halt, ich meine es schließlich auch so, wie ich es sage 😉

 

Lebe dein Talent, lebe was du liebst, lebe mit dem Herzen!

 

MissDSignature

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